Parkassistenten verhindern Parkrempler – Parkpiepser nicht

Parkassistenten unterstützen Autofahrende aktiv beim Einparken: Das System berechnet den Weg in die Lücke und übernimmt das Lenken. Hier entsteht laut Jörg Rheinländer von der HUK-Versicherung ein echter Sicherheitsvorteil: Im Interview mit der „Auto Motor und Sport“ prognostizierte er, dass sich die Zahl der Versicherungsschäden mit komplett autonom parkenden Autos um 25 Prozent senken ließe und sich die Versicherungsschäden beim Einparken damit deutlich reduzierten.

Parkpiepsern, die heute in zahlreichen Autos verbaut sind, stellt er dagegen schlechte Noten aus: Zwar sollen die Helferlein vor Parkremplern schützen, in der Praxis sei das aber nicht der Fall. Offenbar nutzten Autofahrende die Einparkhilfen oft nicht richtig oder deaktivierten sie sogar, weil sie die Warntöne als störend empfänden. Einen signifikanten Rückgang der Schadensfälle durch Parkpiepser kann die HUK nicht verzeichnen, allerdings sei die finanzielle Höhe der Schäden leicht angestiegen: Schließlich werden heutzutage bei Parkremplern nicht nur der Lack und die Stoßstangen in Mitleidenschaft gezogen, sondern es muss oft auch die vergleichsweise Sensorik repariert oder gar ausgetauscht werden.