Zahl der Verkehrstoten sinkt leicht

Fahrerassistenzsysteme können viele schwere Unfälle abmildern

Laut Statistischem Bundesamt starben im Jahr 2016 insgesamt 3.214 Menschen bei Verkehrsunfällen (1). Zwar ging die Zahl der Verkehrstoten gegenüber 2015 um 7,1 Prozent zurück, trotzdem zählen Verkehrsunfälle zu den häufigsten Unfallarten mit Todesfolge. Auch im Februar 2017 kamen 190 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, exakt so viele wie im Vorjahresmonat. Die Zahl der Schwerverletzten sank im selben Zeitraum um immerhin 3,5 Prozent auf 23.400 (2). An der Haltung zu Fahrerassistenzsystemen (FAS) ändert dies nichts: Immer noch halten gut zwei Drittel der Neuwagenkäufer sie nicht für notwendig: Sie gaben bei einer Umfrage der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner an, gar keins oder maximal eins dieser Systeme in ihrem Neuwagen zu haben und zu nutzen (3).

Trotz Skepsis: Fahrerassistenzsysteme verringern das Unfallrisiko

Auch wenn noch lange nicht alle Autofahrer FAS nutzen: Diese Systeme erhöhen die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer. Experten des Deutschen Verkehrssicherheitsrates gehen davon aus, dass eine größere Verbreitung von FAS die Unfallfolgen etwa der Hälfte der Verkehrsunfälle verringern kann. Die Aufklärungsarbeit über die Funktionsweise der FAS wird somit zu einem wichtigen Baustein der „Vision Zero“: So wird die Strategie genannt, nach der die Verkehrswelt so gestaltet werden muss, dass es keine Toten und Schwerstverletzten im Straßenverkehr mehr gibt.

Die breite Akzeptanz fehlt noch

FAS sind für fast alle Neuwagenmodelle verfügbar, leider fehlt es noch an der breiten Akzeptanz. Neben der Skepsis gegenüber der Sicherheit und Zuverlässigkeit der neuen Technologien ist es vor allem die Befürchtung, in der eigenen Freiheit und Autonomie als Autofahrer eingeschränkt zu werden, die viele von der Anschaffung und Nutzung abhält. Lediglich das Parkassistenzsystem wird von den meisten Autofahrern gut angenommen: Es handelt sich um das mit Abstand meistgenutzte System. Dabei ist es ein reines Komfort-Feature und vermag zwar kleinere Schäden zu vermeiden, lebensgefährliche Unfallsituationen verhindert dieses System jedoch in der Regel nicht. Notbremsassistenten, Spurwechsel- und Spurhalteassistenten sowie Abstandsregler könnten einen Großteil der im Straßenverkehr auftretenden Gefahrensituationen entschärfen und durch mangelnde Konzentration oder Unachtsamkeit verursachte Unfälle vermeiden, aber gerade von diesen FAS fühlen sich Autofahrer „bevormundet“. Misstrauen, Angst vor Kontrollverlust oder der Hinweis, dass es „früher“ ja auch ohne ging, werden gegen die Technologien am häufigsten ins Feld geführt (4). Welche Vorteile die Systeme tatsächlich bieten und wie sie funktionieren, erfahren Autofahrer auf www.bester-beifahrer.de – beim Lesen wird schnell klar, dass die Systeme nicht bevormunden, sondern die Fahrer unterstützen und für ein Sicherheitsplus sorgen. Sandra Demuth vom DVR empfiehlt, diese Möglichkeit zu nutzen und plädiert für größere Offenheit: „Fahrerassistenzsysteme bieten auch dem routiniertesten Fahrer zusätzliche Sicherheit und Unterstützung, nicht nur in alltäglichen Situationen wie einem Spurwechsel, sondern auch in Gefahrsituationen. Im Ernstfall können sie Leben retten.“

(1) Statistisches Bundesamt
(2) Statistisches Bundesamt
(3) Fahrerassistenzsysteme in Deutschland 2015, Ergebnisbericht 02. Oktober 2015. Umfrage der Kampagne „bester beifahrer“: durchführendes Institut: (r)evolution GmbH mit Sitz in Bonn.
(4) Ebd.

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Das Euro NCAP-Rating

Fünf Sterne für die Sicherheit

Die Zahl der Getöteten auf deutschen Straßen ist rückläufig: 2016 starben 3.214 Menschen im Straßenverkehr, das sind 245 Tote oder 7,1 Prozent weniger als 2015. (1) Die zunehmende Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen (FAS) dürfte durchaus Einfluss auf diese Entwicklung haben. Notbremsassistenten z.B. können die Unfälle bzw. Unfallfolgen zwischen Pkw bis zu 40 Prozent reduzieren. Auskunft darüber, wie sicher ein Fahrzeug ist, gibt das Euro NCAP-Rating und es kann somit zu einer Entscheidungshilfe beim Neukauf eines Wagens werden.

Sicherheit vergleichbar machen: das Euro NCAP-Rating

Vielen Autofahrern ist das Euro NCAP-Rating allerdings noch unbekannt. Euro NCAP steht für European New Car Assessment Programme. Das Programm hat ein Bewertungssystem erarbeitet, das die Sicherheit eines Fahrzeuges bewertet und vergleichbar macht. Ein Stern steht danach für einen geringen Aufprallschutz, während die Höchstwertung von fünf Sternen einem Wagen guten Aufprallschutz und eine umfassende Ausstattung zur Unfallvermeidung bescheinigt. Um zu dieser Bewertung zu kommen, wird jedes Fahrzeug einer Reihe eigens von Euro NCAP entwickelter Tests unterzogen. In diesen Tests werden häufig vorkommende Unfallszenarien nachgestellt und der resultierende Schaden begutachtet. Der NCAP-Test ist für die Hersteller nicht verpflichtend, sondern freiwillig. Seit 2014 werden Assistenzsysteme wie Notbremsassistenten und Spurassistent stärker bei den Prüf- und Bewertungsprotokollen berücksichtigt. Ohne sie kann eine Bewertung von fünf Sternen beim Euro-NCAP-Rating nicht mehr erreicht werden.

Bekanntheitsgrad noch ausbaufähig

Laut einer im Auftrag der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner geführten Umfrage aus dem Jahr 2015 gaben 72 Prozent der Befragten an, das Euro NCAP-Rating nicht zu kennen. Von den verbleibenden 28 Prozent, denen es ein Begriff ist, sagen aber immerhin 51 Prozent, dass das Rating großen oder zumindest etwas Einfluss auf ihre Kaufentscheidung hat. (2) Anzunehmen, dass mit wachsender Bekanntheit des Bewertungssystems und zunehmender Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen auch die Bedeutung des Euro NCAP-Ratings steigt. Autokäufer suchen Orientierung auf dem Markt.

Schutz nicht nur für Fahrzeuginsassen

Euro NCAP beurteilt die Sicherheit eines Fahrzeugs nach vier Hauptgruppen: erwachsene Fahrer, Kinder, Fußgänger und Sicherheitsunterstützung. Die Tests beantworten also die Frage, wie gut Erwachsene und Kinder bei einem Aufprall geschützt sind. Darüber hinaus bewerten sie den Schutz für Fußgänger: Wo wird er bei einer Kollision getroffen und gibt es einen Notbremsassistenten, der mögliche Unfälle vermeidet? Die Bewertung der verfügbaren Sicherheitsausstattung macht die Prüfung komplett. So ergibt sich aus vielen Einzelbeobachtungen am Ende ein belastbares Gesamturteil. Eine hohe Anzahl von Sternen bescheinigt dem Wagen ein gutes Abschneiden in den Testläufen sowie die breite Verfügbarkeit von Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen.

Die Bewertungsgrundlagen wandeln sich mit dem technischen Fortschritt

Um dem technischen Fortschritt Rechnung zu tragen, werden auch die Tests ständig weiterentwickelt und ergänzt sowie das Bewertungsschema angepasst. Die Sterne-Bewertung ist daher kein fixer Wert, sondern immer an das Jahr gebunden, in dem der Test durchgeführt wurde. Ein Wagen, der im Jahr 2013 mit fünf Sternen bewertet wurde, bietet demnach nicht die gleiche Sicherheit wie ein Fahrzeug, das 2017 dieselbe Auszeichnung erhält.

(1) https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/02/PD17_065_46241.html

(2) Fahrerassistenzsysteme in Deutschland 2015, Ergebnisbericht 02. Oktober 2015. Umfrage der Kampagne „bester beifahrer“: durchführendes Institut: (r)evolution GmbH mit Sitz in Bonn.

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EU-Kommission: Bis 2050 keine Verkehrstoten mehr – Fahrerassistenzsystem sollen helfen

Die EU-Kommission verfolgt wie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) die Strategie der „Vision Zero“. Danach soll es auf Europas Straßen bis zum Jahr 2050 nahezu keine Verkehrstoten mehr geben. Bei derzeit rund 26.000 Verkehrstoten in der EU ist also noch viel zu tun (Stand: 2015). Große Hoffnungen werden in Fahrerassistenzsysteme (FAS) gesetzt, deren Potenzial zur Vermeidung von Verkehrsunfällen bereits in zahlreichen Studien belegt wurde: Fast 50 Prozent der Unfälle ließen sich nach Aussagen der Experten ganz vermeiden oder zumindest in ihrer Schwere reduzieren, wenn alle Fahrzeuge mit entsprechenden Systemen ausgestattet wären. (1)

Eine flächendeckende Verbreitung der neuen Technologien bewertet die EU als wünschenswert. Die Bemühungen, die Zahl der Verkehrstoten deutlich zu verringern, gehen derzeit nämlich nur schleppend voran. Das vorläufige Ziel, die Anzahl der Todesfälle auf den Straßen von 2010 bis 2020 zu halbieren, wird vermutlich weit verfehlt werden. Laut Bericht der EU-Kommission zur Straßenverkehrssicherheit kamen 2015 rund 26.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Der Durchschnitt in den EU-Mitgliedsländern beträgt damit 51,5 Tote pro eine Million Einwohner und ist damit ähnlich hoch wie in den vergangenen Jahren. (2) Deutschland liegt mit 43 Verkehrstoten pro Million unter dem Durchschnitt, Länder wie Bulgarien und Rumänien mit jeweils über 90 Toten pro Million weit darüber. (3)

Menschliches Fehlverhalten ist Hauptunfallursache

Ursache für Verkehrsunfälle ist meist menschliches Fehlverhalten. 2015 wurden in Deutschland 2,5 Millionen Unfälle verursacht, darunter 2,2 Millionen mit Sachschaden und 305.659 mit Personenschaden. (4) Häufigste Unfallursachen sind das Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, das Ein- und Anfahren sowie die Missachtung der Vorfahrt. Viele dieser Fahrfehler könnten durch den konsequenten Einsatz von FAS verhindert werden. Sie erkennen kritische Situationen frühzeitig, reagieren darauf mit entsprechenden Warnhinweisen oder greifen direkt in die Fahrdynamik ein.

Fahrerassistenzsysteme minimieren das Unfallrisiko

Notbremssysteme, deren Sensoren die Umgebung vor dem Fahrzeug erfassen, registrieren die Gefahr einer Kollision und aktivieren etwa selbsttätig die Bremse. Die EU beziffert ihr Potenzial zur Reduzierung der Unfallopferzahlen auf elf Prozent. (5) Geschwindigkeitsassistenten warnen den Fahrer bei zu hoher Geschwindigkeit, überlassen ihm, je nach System, die Entscheidung, ob er sie reduziert, drosseln sie selbstständig oder geben ihm eine Maximalgeschwindigkeit vor, die nicht überschritten werden kann. Wenn dieses System obligatorisch die Geschwindigkeit auf die jeweils erlaubte begrenzen würde, könnten die tödlichen Unfälle um bis zu 46 Prozent reduziert werden. (6) Auch der unbeabsichtigte Spurwechsel führt oft zu bedrohlichen Situationen: Ein Spurhalteassistent verhindert ihn durch Eingriff in die Lenkung und steigert die Sicherheit auf den Straßen erheblich. (7)

Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen steigt langsam, aber stetig

Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach der Ausstattung mit Fahrerassistenzsystemen steigt. So war 2015 in Deutschland mehr als jeder zweite neuzugelassene Pkw mit einem Parkassistenten ausgestattet, ungefähr jeder vierte mit automatischen Notbremssystemen und Müdigkeitswarnern. Noch aufgeschlossener, zumindest was Notbremsassistenten angeht, ist man nur in den Niederlanden und in Belgien: Dort besaß ungefähr jeder dritte in 2015 neu zugelassene Pkw ein solches System.

(1) DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2016, S. 45.
(2) https://ec.europa.eu/germany/news/sicherheit-im-stra%C3%9Fenverkehr-zahl-der-verkehrstoten-geht-zu-langsam-zur%C3%BCck_de
(3) Ebd. 
(4) www.destatis.de – Verkehrsunfälle 2015
(5) DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2016, S. 47
(6) Ebd.
(7) Ebd.

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Häufigkeit von Fahrerassistenzsystemen in Neuwagen – Quelle: Bosch
Häufigkeit von Fahrerassistenzsystemen in Neuwagen – Quelle: Bosch
Notbrems- und Spurassistenzsysteme in Neuwagen im europäischen Vergleich – Quelle: Bosch
Notbrems- und Spurassistenzsysteme in Neuwagen im europäischen Vergleich – Quelle: Bosch

Die vier häufigsten Fahrfehler – und wie Fahrerassistenzsysteme entgegenwirken

91 Prozent der Unfälle mit Personenschaden auf unseren Straßen sind auf Fehlverhalten der Beteiligten zurückzuführen. Bei nur acht Prozent liegen andere Ursachen wie unwägbare Wetterverhältnisse vor, ein weiteres Prozent resultiert aus technischen Mängeln (1). Grund genug für jeden Autofahrer, die „Schwachstelle Mensch“ zu erkennen und Vorkehrungen zu treffen: Fahrerassistenzsysteme (FAS) im eigenen Fahrzeug sorgen für mehr Sicherheit. Die Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner hat die vier häufigsten Fahrfehler von Pkw-Fahrern, die gemäß Statistischem Bundesamt zu Unfällen mit Personenschaden führen, unter die Lupe genommen und zeigt auf, welche Fahrerassistenzsysteme diese Unfälle vermeiden oder zumindest deren Folgen abmildern können.

Platz 1 der häufigsten Fahrfehler: Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren

18 Prozent der Fahrfehler, die Unfälle mit Personenschaden nach sich ziehen, unterlaufen innerorts: Autofahrer machen Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren2. In vielen von diesen Situationen unterstützt ein Notbremsassistent aktiv. Das System erkennt kritische Situationen, in denen ein Auffahrunfall droht. Viele neuere Notbremsassistenten erkennen neben den vorausfahrenden Fahrzeugen auch Fußgänger und Radfahrer. Der Fahrer wird entsprechend rechtzeitig vom System gewarnt und gewinnt wertvolle Zeit zum Reagieren. Darüber hinaus erhöht der Notbremsassistent den Bremsdruck auf das erforderliche Maß.

Platz 2 der häufigsten Fahrfehler: Missachten der Vorfahrt

17 Prozent der Unfälle mit Personenschaden entstehen in Situationen, in denen die Vorfahrt missachtet wird (2). Auch hier unterstützt der Notbremsassistent und bringt das eigene Auto in Gefahrensituationen schnellstmöglich zum Stehen –
auch wenn man selbst im Recht war. Schließlich bringt einem das Recht auf Vorfahrt nichts, wenn der Preis dafür ein schwerer Unfall ist.

Platz 3 der häufigsten Fahrfehler: Zu geringer Abstand

Zu geringer Abstand ist die Ursache für 16 Prozent der Unfälle mit Personenschaden (2). Der Abstandsregler hilft, solche Unfälle zu vermeiden: Das System passt die Geschwindigkeit des eigenen Fahrzeugs automatisch dem Verkehrsfluss an und sorgt dafür, dass der nötige Abstand zum Vordermann eingehalten wird. Im Stau oder bei Stop-and-go-Verkehr bremst der Abstandsregler das Fahrzeug bis zum Stillstand ab. Fährt das vorausfahrende Auto innerhalb weniger Sekunden los, folgt das eigene Fahrzeug automatisch. Dauert die Verweilzeit länger, bedarf es lediglich einer kurzen Fahrerbestätigung, z. B. durch Antippen des Gaspedals, um wieder in den geregelten Modus zu gelangen.
Ganz nebenbei hilft der Abstandsregler außerdem, spritsparend zu fahren und die CO2-Emissionen einzugrenzen.

Platz 4 der häufigsten Fahrfehler: Nicht angepasste Geschwindigkeit

12 Prozent der Unfälle mit Personenschaden sind auf nicht angepasste Geschwindigkeit von mindestens einem der beiden Unfallfahrzeuge zurückzuführen2. Hier unterstützt der Verkehrszeichenassistent: Dieser Helfer hat die gültige Geschwindigkeit immer im Blick und blendet diese im Tacho oder Fahrzeugdisplay ein. Manche Systeme können auch so geschaltet werden, dass die maximale Geschwindigkeit automatisch eingehalten wird und nur mit einem „Kickdown“ überschritten werden kann. Das Bewusstsein des Fahrers für die erlaubte Maximalgeschwindigkeit wird entsprechend geschärft. Geschwindigkeitsübertretungen und die damit verbundenen Sanktionen aber auch Unfälle können so vermieden werden.

FAS unterstützen aktiv – die Verantwortung trägt der Fahrer

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat weist daraufhin, dass Fahrerassistenzsysteme helfen können, Unfälle zu vermeiden oder deren Folgen zu mindern. Trotzdem trägt der Fahrer die Verantwortung für sein Verhalten im Straßenverkehr und sollte immer umsichtig unterwegs sein, die Systeme können nur unterstützen. Wenn die Situation es erfordert oder der Notbremsassistent warnt, muss der Fahrer selbst bremsen. Der Notbremsassistent ersetzt den Fahrer nicht, sondern hilft ihm, frühzeitig und effektiv zu bremsen. Nur wenn der Fahrer gar nicht reagiert, greift er selbstständig ein. Auch der Verkehrszeichenassistent hilft nur dann, wenn der Fahrer verantwortungsbewusst mit den bereitgestellten Informationen umgeht und sein Fahrverhalten entsprechend anpasst, beispielsweise die Geschwindigkeit drosselt und die aktuelle Wetter- und Verkehrslage einkalkuliert.“

(1) Destatis, Fachserie 8 Reihe 7, Verkehr/Verkehrsunfälle vom 12. Juli 2016, ergänzt am 12. Oktober 2016, Seite 49
(2) Destatis, Fachserie 8 Reihe 7, Verkehr/Verkehrsunfälle vom 12. Juli 2016, ergänzt am 12. Oktober 2016, Seite 50


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Fahrerassistenzsysteme sind die „besten beifahrer“, die man an Bord wissen kann. Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat/DVR - hochauflösend
Fahrerassistenzsysteme sind die „besten beifahrer“, die man an Bord wissen kann.
Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat/DVR – hochauflösend

Immer mehr Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen erhältlich – auch Klein- und Kompaktwagen

Ein Großteil der Neuwagenkäufer findet Fahrerassistenzsysteme (FAS) attraktiv, trotzdem ist nicht einmal die Hälfte der Neufahrzeuge mit mindestens einem Fahrerassistenzsystem ausgestattet. Als Grund für den Verzicht auf Fahrerassistenzsysteme nennen Autofahrer meist die mangelnde Verfügbarkeit1. Die Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner wollte wissen, wie es tatsächlich um die Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen in Neuwagen steht. Dazu nahm sie die in der Datenbank unter www.bester-beifahrer.de gelisteten Fahrzeuge unter die Lupe. Das Ergebnis in Kürze: Die meisten Neuwagen können optional mit Fahrerassistenzsystemen ausgestattet werden, auch Klein- und Kompaktwagen.

Diagramm: Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen in Neuwagen in Prozent (Basis: 444 in der Datenbank unter www.bester-beifahrer.de erfasste aktuelle Pkw-Modelle) Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn
Diagramm: Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen in Neuwagen in Prozent
(Basis: 444 in der Datenbank unter www.bester-beifahrer.de erfasste aktuelle Pkw-Modelle)
Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn

Notbremsassistent: für viele Fahrzeuge verfügbar

Der Notbremsassistent ist das Fahrerassistenzsystem, das für die meisten Fahrzeuge verfügbar ist: 61 Prozent der Neuwagen können mit diesem System erworben werden. Allerdings gilt schon lange nicht mehr, dass er nur in Oberklassefahrzeugen eingebaut wird. Bei immerhin 64 Prozent der Mittelklassewagen und 47 Prozent der Klein- und Kompaktwagen besteht die Möglichkeit, ein Auto mit Notbremsassistent zu kaufen. Spurhalte- und Lichtassistent sind für insgesamt 55 Prozent der Neufahrzeuge verfügbar, dicht gefolgt vom Abstandsregler (51 Prozent). Darauf folgen der Parkassistent und der Spurwechselassistent mit jeweils 49 Prozent.

Sicherheit meist Zusatzausstattung

Der DVR empfiehlt, Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zukünftig verpflichtend mit Notbremsassistenzsystemen auszustatten. Dabei sollen zunächst die Grundfunktionen mit der Erkennung von vorausfahrenden bzw. stehenden Fahrzeugen, später auch die erweiterten Funktionen von Notbremsassistenzsystemen, durch die z. B. auch Rad Fahrende erkannt werden, umgesetzt werden. Der Geschwindigkeitsabbau muss dabei mindestens so groß sein, dass die Unfallfolgen gegenüber einer ungebremsten Kollision stark gemindert werden. Momentan gehören Fahrerassistenzsysteme nur in 16 Prozent der Fahrzeugmodelle, für die sie überhaupt verfügbar sind, zur Standardausstattung. Bei 84 Prozent der Neuwagen, die mit FAS erhältlich sind, müssen Autokäufer sich bewusst für die Sicherheitspakete, die die gewünschten Systeme enthalten, entscheiden und damit einen Aufpreis zahlen.
Ausnahme: Der Müdigkeitswarner ist in knapp der Hälfte der Fahrzeuge, die mit diesem System angeboten werden, serienmäßig verbaut. Bei immerhin 31 Prozent aller Fahrzeuge mit Notbremsassistent gehört dieser auch zur Serienausstattung.
DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer: „Verfügbare Systeme sollten genutzt werden. Wir schätzen, dass moderne Notbremsassistenzsysteme bei flächendeckender Ausstattung je nach Funktionsumfang 20 bis 40 Prozent der Unfälle zwischen Pkw mit Personenschaden positiv beeinflussen oder gar verhindern können.“

Klein- und Kompaktwagen schließen auf

Die landläufige Meinung, dass Fahrerassistenzsysteme nur für Oberklassewagen verfügbar sind, konnte mit der Auswertung der Datenbank widerlegt werden: Zwar haben die Fahrzeuge der Oberklasse die Nase in Sachen Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen ganz klar vorn, aber die Fahrzeuge der Mittelklasse und auch die Klein- und Kompaktwagen schließen auf. Beim Parkassistenten liegt die Verfügbarkeit zwischen den verschiedenen Klassen sogar nahezu gleichauf: 51 Prozent der Oberklassewagen können mit einem Parkassistenten ausgestattet werden, bei den Mittelklassewagen sind es sogar 54 Prozent und bei den Klein- und Kompaktwagen noch 40 Prozent.

Diagramm: Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen nach Fahrzeugsegmenten (Basis: 444 in der Datenbank unter www.bester-beifahrer.de erfasste aktuelle Pkw-Modelle) Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn
Diagramm: Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen nach Fahrzeugsegmenten
(Basis: 444 in der Datenbank unter www.bester-beifahrer.de erfasste aktuelle Pkw-Modelle)
Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn

Die Datenbank der Kampagne „bester beifahrer“

Die Datenbank der Kampagne „bester beifahrer“ informiert Autofahrer seit 2006 über die Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen in Pkw. Aktuell sind knapp 600 Fahrzeugmodelle erfasst, davon 444 Modelle, die aktuell in Deutschland als Neuwagen vertrieben werden; diese 444 Fahrzeugmodelle wurden in die Kategorien Klein- und Kompaktklasse, Mittelklasse (inkl. Vans und SUVs) und Oberklasse (inkl. Sportwagen) eingeteilt und auf die Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen untersucht. Der Datenbestand wird halbjährlich auf Basis der auf den Hersteller-Websites bereitgestellten Daten aktualisiert, die Hersteller erhalten zudem die Möglichkeit zur Prüfung und bei Bedarf zur Aktualisierung.


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Pressemeldung „Immer mehr Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen erhältlich – auch Klein- und Kompaktwagen“, *.docx (508 kb)

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Diagramm: Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen in Neuwagen in Prozent (Basis: 444 in der Datenbank unter www.bester-beifahrer.de erfasste aktuelle Pkw-Modelle) Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn
Diagramm: Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen in Neuwagen in Prozent
(Basis: 444 in der Datenbank unter www.bester-beifahrer.de erfasste aktuelle Pkw-Modelle)
Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn
Diagramm: Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen nach Fahrzeugsegmenten (Basis: 444 in der Datenbank unter www.bester-beifahrer.de erfasste aktuelle Pkw-Modelle) Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn
Diagramm: Verfügbarkeit von Fahrerassistenzsystemen nach Fahrzeugsegmenten
(Basis: 444 in der Datenbank unter www.bester-beifahrer.de erfasste aktuelle Pkw-Modelle)
Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn

Perfektionisten am Steuer

Mit Fahrerassistenzsystemen sicher ans Ziel

„Schlecht fahren immer die anderen, mein eigener Fahrstil ist souverän und vor allem sicher“ – dieser Meinung ist bekanntermaßen der Großteil der Autofahrer. Fakt ist aber, dass es im Straßenverkehr täglich zu brenzligen Situationen und Unfällen aufgrund von Fahrfehlern kommt. Fahrerassistenzsysteme (FAS) können helfen, Unfälle zu vermeiden, indem sie in Gefahrsituationen warnen oder den Fahrer unterstützen. Doch noch immer sind diese nützlichen Helfer in wenigen Neuwagen verbaut. Bei einer Umfrage* des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner unter Neuwagenkäufern gaben diese u. a. den eigenen guten Fahrstil als Grund dafür an.

Riskant fahren immer „die anderen“

Den Autofahrern wurden im Rahmen der Umfrage kurze Animationen zu den einzelnen FAS und ihrer Funktionsweise gezeigt. Im Anschluss wurden sie gefragt, warum sie dieses spezielle System nicht nutzen. Die meisten Befragten nutzten die vorgegebenen Antwortkategorien, einige wenige erläuterten darüber hinaus ganz subjektiv, warum sie das jeweilige Fahrerassistenzsystem nicht nutzen. Ihren Antworten ist gemein, dass sie von ihrem eigenen Fahrstil überzeugt sind und selbst die Kontrolle über ihr Fahrzeug und die jeweilige Situation behalten möchten.
So erklärt ein Autofahrer: „Ich bin kein Drängler, einen Notbremsassistenten benötige ich daher auch nicht.“ Ein anderer Befragter urteilte über den Abstandsregler: „Das automatische Bremsen ist gut, um Auffahrunfälle zu vermeiden. Aber über die Geschwindigkeit behalte ich die Kontrolle lieber selber.“
Sandra Demuth vom DVR appelliert: „Fahrerassistenzsysteme bieten Sicherheit und Komfort für alle, egal wie sicher oder umsichtig man fährt – denn in eine brenzlige Situation ist jeder schon einmal geraten. Systeme wie der Spurwechselassistent helfen, dass solche Situationen gar nicht erst entstehen, Systeme wie der Notbremsassistent können im Ernstfall dann sogar Leben retten.“


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Selbstbewusst – ein Großteil der Autofahrer ist überzeugt davon, dass der eigene Fahrstil souverän und vor allem sicher ist. Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn
Selbstbewusst – ein Großteil der Autofahrer ist überzeugt davon, dass der eigene Fahrstil souverän und vor allem sicher ist.
Bildnachweis: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn (300 dpi)
Gründe für den Verzicht auf Fahrerassistenzsysteme in Neuwagen (Umfrage Neuwagenkäufer/innen)
Gründe für den Verzicht auf Fahrerassistenzsysteme in Neuwagen (Umfrage Neuwagenkäufer/innen) (300 dpi)

Welches Fahrerassistenzsystem passt zu mir?

Der Profiltest auf bester-beifahrer.de gibt Aufschluss

Jeder, der einen Autokauf plant, sollte sich mit dem Thema Fahrerassistenzsysteme (FAS) auseinandersetzen. Diese auf Umfeldsensorik basierenden Systeme können zum einen Unfälle verhindern oder zumindest die Unfallschwere vermindern und zum anderen machen sie das Autofahren noch komfortabler. Dabei fallen Fahrerassistenzsysteme kaum auf, und das obwohl einige von ihnen als stille Begleiter wie der Notbremsassistent ständig aufmerksam agieren; andere wie der Abstandsregler auf Knopfdruck aktiviert werden können.
Für neue Fahrzeuge – auch schon in den niedrigen Klassen – gibt es eine große Auswahl von Systemen – vom Notbremsassistenten über den Spurhalte- und -wechselassistenten bis hin zum Müdigkeitswarner. Welche davon am besten zum eigenen Fahrstil passen, finden Interessierte schnell und einfach über den Profiltest auf www.bester-beifahrer.de heraus: Wer die neun Fragen des Profiltests beantwortet, erhält auf Knopfdruck eine Empfehlung. Bei der individuellen Zusammenstellung der Fahrerassistenzsysteme wird unter anderem berücksichtigt, wie viele Kilometer man wöchentlich zurücklegt, ob man häufiger auf Autobahnen und Landstraßen oder in der Stadt unterwegs ist und ob man oft in der Dunkelheit fährt.

Der Profiltest geht sogar noch weiter: Neben der Information über die optimale Zusammenstellung von Fahrerassistenzsystemen für den eigenen Fahrtyp liefert der Profiltest eine Übersicht über die Fahrzeugmodelle, die mit diesen Fahrerassistenzsystemen erhältlich sind. Zudem wird auf www.bester-beifahrer.de die Funktionsweise der einzelnen Fahrerassistenzsysteme erklärt. Alle Informationen sind auch als App verfügbar.


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Pressemeldung „Welches Fahrerassistenzsystem passt zu mir?“ *.docx (291 kb)

Pressemeldung „Welches Fahrerassistenzsystem passt zu mir?“ *.pdf (101 kb)

Bildschirmfoto des Profiltests auf bester-beifahrer.de
Bildschirmfoto des Profiltests auf bester-beifahrer.de – jpg-Download, 300dpi

Fahrerassistenzsysteme: geringe Verbreitung trotz hoher Akzeptanz

„Komfort vor Sicherheit“ – das ist eine Einstellung, mit der ein Großteil der Autofahrer in Deutschland an den Kauf eines Neuwagens herangeht. Verkehrssicherheitsexperten kritisieren, dass 60 Prozent der Neuwagenfahrer keine Fahrerassistenzsysteme (FAS) im Fahrzeug haben, obwohl sie in vielen Fällen Unfälle verhindern können. Für die Zukunft können sich 80 Prozent der Befragten vorstellen, bei einem Kauf den neuen Wagen mit FAS auszustatten. Die Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner hat 1.000 Männer und Frauen über 18 Jahren befragt, die innerhalb der letzten drei Jahre einen Neuwagen oder ein Auto mit Tageszulassung gekauft haben.

Warum verzichten Neuwagenkäufer auf FAS?

Gründe für den Verzicht auf Fahrerassistenzsysteme in Neuwagen (Umfrage Neuwagenkäufer/innen)
Diagramm: Gründe für den Verzicht auf Fahrerassistenzsysteme in Neuwagen

Insgesamt verfügen nur 40 Prozent der Befragten über mindestens ein FAS in ihrem Fahrzeug. Am häufigsten wird als Grund für den Verzicht auf FAS im Auto die mangelnde Verfügbarkeit für das eigene Fahrzeugmodell genannt. Der zweithäufigste Grund ist, dass den Befragten das jeweilige System zum Zeitpunkt des Kaufs nicht bekannt war. Deutlich seltener wird angegeben, dass das FAS zu teuer war oder es in den Augen des Befragten keinen Mehrwert bietet. Bei den „sonstigen Gründen“ für den Verzicht auf die zusätzliche Sicherheitsausstattung wurde von einigen Befragten die Selbstbestimmung angegeben: Sie möchten selber fahren, das Auto unter Kontrolle haben und das Fahren nicht verlernen.

Zukünftige Wahl der Ausstattung

Diagramm: Zukünftiges Potenzial für Fahrerassistenzsysteme/Wahl der Ausstattung
Diagramm: Zukünftiges Potenzial für Fahrerassistenzsysteme/Wahl der Ausstattung

Im Rahmen der Umfrage erhielten die Befragten Informationen zu den verschiedenen FAS und lernten deren Funktionsweise in kurzen Animationen kennen. Ausgestattet mit diesem Wissen, ist nur ein Fünftel der Befragten grundsätzlich ablehnend gegenüber FAS, während 80 Prozent sich vorstellen können, bei einem zukünftigen Autokauf ein Fahrzeug mit den elektronischen Helfern zu wählen. Favoriten sind der Notbrems-, der Spurwechsel- und der Parkassistent.

Sandra Demuth vom DVR erläutert: „Die heutigen Fahrerassistenzsysteme unterstützen die Fahrer aktiv, übernehmen dabei aber nicht die Fahraufgabe. Durch das Erkennen des Umfeldes beugen sie Unfällen vor oder halten das Fahrzeug in der Spur. Die Verantwortung bleibt aber beim Fahrer, der jederzeit die Möglichkeit hat, durch sein Handeln die Systeme zu überstimmen. Heutzutage sind sie in vielen Neuwagen bis hin zum Kleinwagensegment verfügbar. Wir empfehlen allen, die einen Autokauf planen, sich rund um Fahrerassistenzsysteme zu informieren, zum Beispiel auf unserer Website www.bester-beifahrer.de oder im Autohaus aktiv danach zu fragen.“

Ende 2015 haben der DVR und seine Partner im Rahmen der Kampagne 1.000 Neuwagenkäufer rund um Fahrerassistenzsysteme und deren Nutzung befragt. Teilgenommen haben Männer und Frauen ab 18 Jahren, die innerhalb der letzten drei Jahre einen Neuwagen oder ein Auto mit Tageszulassung gekauft haben und an der Kaufentscheidung maßgeblich beteiligt waren.

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Gründe für den Verzicht auf Fahrerassistenzsysteme in Neuwagen (Umfrage Neuwagenkäufer/innen)
Gründe für den Verzicht auf Fahrerassistenzsysteme in Neuwagen- jpg-Download, 300 dpi
Einschätzung des zukünftigen Potenzials für Fahrerassistenzsysteme (Umfrage unter Neuwagenkäufer/innen)
Einschätzung des zukünftigen Potenzials für Fahrerassistenzsysteme – jpg-Download, 300 dpi

Mit Notbremsassistenten gehören Massenkarambolagen in der Urlaubszeit der Vergangenheit an

Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, muss viel Geduld mitbringen: Kilometerlange Staus sind gerade zu Ferienbeginn- und ende an der Tagesordnung. Dabei kommt es am Stauende schnell zu gefährlichen Auffahrunfällen, in die häufig direkt mehrere Fahrzeuge verwickelt sind. Insgesamt kracht es auf Deutschlands Autobahnen jährlich laut amtlicher Unfallstatistik rund 150.000 Mal. Ziel von Verkehrssicherheitsexperten ist es, diese Zahl deutlich zu senken Das erreichen sie mit Fahrerassistenzsystemen (FAS), die den Abstand zum Vorausfahrenden ständig erfassen. So verhindern sie Unfälle oder schwächen zumindest die Unfallfolgen ab.

So schützt der Notbremsassistent

Fahrzeuge, die mit einem Notbremsassistenten ausgestattet sind, erkennen einen drohenden Auffahrunfall und warnen den Fahrer frühzeitig. Gleichzeitig bereitet das System die Bremsanlage für einen schnellen Eingriff vor. Airbags, Sicherheitsgurte und Kopfstützen können optimal für ihren Einsatz eingestellt werden. Teilweise werden Fenster geschlossen und die Lehnen aufgerichtet. Bremst der Fahrer nicht ausreichend stark, erhöht der Notbremsassistent den Bremsdruck auf das erforderliche Maß oder bremst sogar selbstständig, falls der Fahrer dies nicht tut. Aber auch Notbremsassistenten können nicht jeden Unfall verhindern; ist eine Kollision unvermeidbar, reduziert das System zumindest die Aufprallenergie. Damit haben die Insassen eine bessere Überlebenschance und die Fahrzeuge werden weniger geschädigt.

Der Abstandsregler vermeidet brenzlige Situationen

Damit es im fließenden Verkehr gar nicht erst zu einer nahenden Kollision kommen kann, passt der Abstandsregler die Geschwindigkeit automatisch dem Verkehrsfluss durch selbsttätiges Bremsen oder Beschleunigen an.

Neufahrzeuge werden immer sicherer

Aktuell sind 13 Prozent der Neufahrzeuge mit Notbremsassistent ausgestattet, bei Abstandsreglern sind es 12 Prozent – das ist das Ergebnis einer Umfrage der Kampagne „bester beifahrer“ und seiner Partner unter Personen, die innerhalb der letzten drei Jahre maßgeblich an einem Neuwagenkauf beteiligt waren. Wenn diese Zahl in den nächsten Jahren steigt, wird die Zahl der vermeidbaren Auffahrunfälle deutlich zurückgehen. Wie sicher ein Auto ist, lässt sich unter anderem an der Bewertung des „European New Car Assessment Programme“, besser bekannt als Euro NCAP, erkennen: Die begehrte Fünf-Sterne-Wertung erreichen neue Fahrzeugmodelle nur dann, wenn sie umfassend mit praxisgerechter Unfallvermeidungstechnologie, also Fahrerassistenzsystemen wie beispielsweise dem Notbremsassistenten oder dem Abstandsregler, ausgestattet sind.


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Pressemeldung „Mit Notbremsassistenten gehören Massenkarambolagen in der Urlaubszeit der Vergangenheit an“ *.doc (44 kb)

Pressemeldung „Mit Notbremsassistenten gehören Massenkarambolagen in der Urlaubszeit der Vergangenheit an“ *.pdf (147 kb)

Der Notbremsassistent in Aktion: Erkennt das System eine drohende Kollision, warnt es frühzeitig, bereitet eine schnellere Bremsung vor oder bremst selbstständig. Gleichzeitig werden bei manchen Fahrzeugen die Sicherheitssysteme, vom Airbag über die Sicherheitsgurte bis zu den Kopfstützen so vorbereitet, dass sie die Insassen bestmöglich schützen, wenn es doch zu einem Zusammenprall kommen sollte.
Der Notbremsassistent in Aktion: Erkennt das System eine drohende Kollision, warnt es frühzeitig, bereitet eine schnellere Bremsung vor oder bremst selbstständig. Gleichzeitig werden bei manchen Fahrzeugen die Sicherheitssysteme, vom Airbag über die Sicherheitsgurte bis zu den Kopfstützen so vorbereitet, dass sie die Insassen bestmöglich schützen, wenn es doch zu einem Zusammenprall kommen sollte.

Auf den Geschmack gekommen

Fahrerassistenzsysteme überzeugen in der Praxis

Autofahrer, die täglich die Unterstützung von Fahrerassistenzsystemen (FAS) erfahren, sind auch für andere FAS offen. Wer hingegen keine oder nur wenig Erfahrung mit FAS hat, ist eher skeptisch. Das kristallisiert sich heraus, wenn man die Ergebnisse der Umfrage* der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner unter Neuwagenkäufern genauer betrachtet. Einige Nicht-Nutzer befürchten eine Bevormundung durch FAS, andere befürchten, dass FAS vom Fahren ablenken. Wer dagegen bereits mehrere FAS nutzt, lernt die Vorteile der besten Beifahrer zu schätzen und bewertet diese als sehr hilfreich. Solche Fahrer sind tendenziell häufiger auf Landstraßen und Autobahnen unterwegs als Nicht-Nutzer – ein Indiz für die bedarfsgetriebene Anschaffung von FAS, denn die Befragten stufen Staus auf der Autobahn als unangenehmste Fahrsituationen ein.

Ute Hammer, Geschäftsführerin des DVR, appelliert: „Die Ergebnisse unserer Umfrage verdeutlichen, dass Autofahrer die Vorteile von Fahrerassistenzsystemen oft erst dann erkennen, wenn sie sie im wahrsten Sinne des Wortes selber erfahren. Fahrerassistenzsysteme haben das Potenzial, zahlreiche Unfälle zu vermeiden oder die Unfallfolgen wenigstens abzuschwächen. Daher ist es für die Verbreitung dieser Systeme hilfreich, dass Autofahrer in möglichst vielen Situationen mit Fahrerassistenz-systemen positive Erfahrungen machen können – ob bei der Fahrt mit einem Mietwagen, der Probefahrt im Autohaus oder im Firmenwagen.“

* Ende 2015 haben der DVR und seine Partner im Rahmen der Kampagne 1.000 Neuwagenkäufer rund um Fahrerassistenzsysteme und deren Nutzung befragt. Teilgenommen haben Männer und Frauen ab 18 Jahren, die innerhalb der letzten drei Jahre einen Neuwagen oder ein Auto mit Tageszulassung gekauft haben und an der Kaufentscheidung maßgeblich beteiligt waren.

 


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Pressemeldung „Auf den Geschmack gekommen: Fahrerassistenzsysteme überzeugen in der Praxis“ *.doc (367 kb)

Pressemeldung „Auf den Geschmack gekommen: Fahrerassistenzsysteme überzeugen in der Praxis“ *.pdf (133 kb)

Diagramm: Attraktivität der Fahrerassistenzsysteme nach Fahrertypen
Diagramm: Attraktivität der Fahrerassistenzsysteme nach Fahrertypen – jpg-Download, 300 dpi

 

 

Diagramm: Häufigkeit der Fahrstrecken nach Fahrertypen
Diagramm: Häufigkeit der Fahrstrecken nach Fahrertypen – jpg-Download, 300 dpi