Der Notbremsassistent in Aktion: Erkennt das System eine drohende Kollision, warnt es frühzeitig, bereitet eine schnellere Bremsung vor oder bremst selbstständig. Gleichzeitig werden bei manchen Fahrzeugen die Sicherheitssysteme, vom Airbag über die Sicherheitsgurte bis zu den Kopfstützen so vorbereitet, dass sie die Insassen bestmöglich schützen, wenn es doch zu einem Zusammenprall kommen sollte.

Mit Notbremsassistenten gehören Massenkarambolagen in der Urlaubszeit der Vergangenheit an

Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, muss viel Geduld mitbringen: Kilometerlange Staus sind gerade zu Ferienbeginn- und ende an der Tagesordnung. Dabei kommt es am Stauende schnell zu gefährlichen Auffahrunfällen, in die häufig direkt mehrere Fahrzeuge verwickelt sind. Insgesamt krachte es auf Deutschlands Autobahnen in 2016 laut Statistischem Bundesamt rund 210.000 Mal. Ziel von Verkehrssicherheitsexperten ist es, diese Zahl deutlich zu senken Das erreichen sie mit Fahrerassistenzsystemen (FAS), die den Abstand zum Vorausfahrenden ständig erfassen. So verhindern sie Unfälle oder schwächen zumindest die Unfallfolgen ab.

So schützt der Notbremsassistent

Fahrzeuge, die mit einem Notbremsassistenten ausgestattet sind, erkennen einen drohenden Auffahrunfall und warnen den Fahrer frühzeitig. Gleichzeitig bereitet das System die Bremsanlage für einen schnellen Eingriff vor. Airbags, Sicherheitsgurte und Kopfstützen können optimal für ihren Einsatz eingestellt werden. Teilweise werden Fenster geschlossen und die Lehnen aufgerichtet. Bremst der Fahrer nicht ausreichend stark, erhöht der Notbremsassistent den Bremsdruck auf das erforderliche Maß oder bremst sogar selbstständig, falls der Fahrer dies nicht tut. Aber auch Notbremsassistenten können nicht jeden Unfall verhindern; ist eine Kollision unvermeidbar, reduziert das System zumindest die Aufprallenergie. Damit haben die Insassen eine bessere Überlebenschance und die Fahrzeuge werden weniger geschädigt.

Der Abstandsregler vermeidet brenzlige Situationen

Damit es im fließenden Verkehr gar nicht erst zu einer nahenden Kollision kommen kann, passt der Abstandsregler die Geschwindigkeit automatisch dem Verkehrsfluss durch selbsttätiges Bremsen oder Beschleunigen an.

Neufahrzeuge werden immer sicherer

Bei immerhin 31 Prozent aller Fahrzeuge mit Notbremsassistent gehört dieser auch zur Serienausstattung. Wenn diese Zahl in den nächsten Jahren noch weiter steigt, wird die Zahl der vermeidbaren Auffahrunfälle auch deutlich zurückgehen. Wie sicher ein Auto ist, lässt sich unter anderem an der Bewertung des „European New Car Assessment Programme“, besser bekannt als Euro NCAP, erkennen: Die begehrte Fünf-Sterne-Wertung erreichen neue Fahrzeugmodelle nur dann, wenn sie umfassend mit praxisgerechter Unfallvermeidungstechnologie, also Fahrerassistenzsystemen wie beispielsweise dem Notbremsassistenten oder dem Abstandsregler, ausgestattet sind.

Über „bester beifahrer“:

Die Kampagne „bester beifahrer“ des DVR und seiner Partner setzt sich für mehr Sicherheit auf den Straßen durch den Einsatz von FAS ein. Einen Überblick über die Funktionsweise dieser und weiterer Fahrerassistenzsysteme bietet die Informationsplattform www.bester-beifahrer.de. Autofahrer finden auf der Webseite bundesweit die einzige Abfragedatenbank zur typengenauen Verfügbarkeit von FAS. Alle Informationen sind auch als App verfügbar: http://app.bester-beifahrer.de/

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