Auf den Geschmack gekommen

Fahrerassistenzsysteme überzeugen in der Praxis

Autofahrer, die täglich die Unterstützung von Fahrerassistenzsystemen (FAS) erfahren, sind auch für andere FAS offen. Wer hingegen keine oder nur wenig Erfahrung mit FAS hat, ist eher skeptisch. Das kristallisiert sich heraus, wenn man die Ergebnisse der Umfrage* der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner unter Neuwagenkäufern genauer betrachtet. Einige Nicht-Nutzer befürchten eine Bevormundung durch FAS, andere befürchten, dass FAS vom Fahren ablenken. Wer dagegen bereits mehrere FAS nutzt, lernt die Vorteile der besten Beifahrer zu schätzen und bewertet diese als sehr hilfreich. Solche Fahrer sind tendenziell häufiger auf Landstraßen und Autobahnen unterwegs als Nicht-Nutzer – ein Indiz für die bedarfsgetriebene Anschaffung von FAS, denn die Befragten stufen Staus auf der Autobahn als unangenehmste Fahrsituationen ein.

Ute Hammer, Geschäftsführerin des DVR, appelliert: „Die Ergebnisse unserer Umfrage verdeutlichen, dass Autofahrer die Vorteile von Fahrerassistenzsystemen oft erst dann erkennen, wenn sie sie im wahrsten Sinne des Wortes selber erfahren. Fahrerassistenzsysteme haben das Potenzial, zahlreiche Unfälle zu vermeiden oder die Unfallfolgen wenigstens abzuschwächen. Daher ist es für die Verbreitung dieser Systeme hilfreich, dass Autofahrer in möglichst vielen Situationen mit Fahrerassistenz-systemen positive Erfahrungen machen können – ob bei der Fahrt mit einem Mietwagen, der Probefahrt im Autohaus oder im Firmenwagen.“

* Ende 2015 haben der DVR und seine Partner im Rahmen der Kampagne 1.000 Neuwagenkäufer rund um Fahrerassistenzsysteme und deren Nutzung befragt. Teilgenommen haben Männer und Frauen ab 18 Jahren, die innerhalb der letzten drei Jahre einen Neuwagen oder ein Auto mit Tageszulassung gekauft haben und an der Kaufentscheidung maßgeblich beteiligt waren.

 


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Diagramm: Attraktivität der Fahrerassistenzsysteme nach Fahrertypen
Diagramm: Attraktivität der Fahrerassistenzsysteme nach Fahrertypen – jpg-Download, 300 dpi

 

 

Diagramm: Häufigkeit der Fahrstrecken nach Fahrertypen
Diagramm: Häufigkeit der Fahrstrecken nach Fahrertypen – jpg-Download, 300 dpi

Flottenmanager sehen Sicherheitspotenzial durch Fahrerassistenzsysteme – nutzen es aber noch nicht vollständig aus

Fahrerassistenzsysteme (FAS) sind in den meisten Fahrzeugflotten angekommen. Die befragten Flottenmanager sprechen den FAS eine hohe Sicherheitswirkung zu. Dennoch sind sie noch kein durchgehender Standard. Das ist nur eines der Ergebnisse einer Umfrage* der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner. Der Notbremsassistent ist in 80 Prozent der untersuchten Flotten mindestens einmal vertreten. Der Spurhalte- und Spurwechselassistent in 70 Prozent.

Die Befragten glauben, dass Fahrerassistenzsysteme die Sicherheit erhöhen

Die Mehrheit der Befragten schätzen den Einfluss von FAS auf die Sicherheit als sehr hoch ein. Der höchste Sicherheitsgewinn wird dem Notbremsassistenten zugesprochen, auf Platz zwei und drei folgen der Spurwechselassistent und der Abstandsregler.

Diagramm: Einschätzung des Einflusses der verschiedenen FAS auf die Sicherheit innerhalb der Flotten
Diagramm: Einschätzung des Einflusses der verschiedenen FAS auf die Sicherheit innerhalb der Flotten

Abstandsregler steigert den Wiederverkaufswert

Die Befragten sind der Meinung, dass FAS den Wiederverkaufswert von Autos steigern können. Insbesondere Abstandsregler (69 Prozent) und Parkassistent (65 Prozent) steigern laut Einschätzung der Befragten den Wiederverkaufswert. Beim Spurwechselassistent glauben dies immerhin 59 Prozent der Befragten.

Diagramm: Einschätzung des Einflusses der verschiedenen FAS auf den Wiederverkaufswert
Diagramm: Einschätzung des Einflusses der verschiedenen FAS auf den Wiederverkaufswert

FAS steigern Zufriedenheit der Fahrer

Die Befragten sind der Meinung, dass FAS die Zufriedenheit der Fahrer und Fahrerinnen mit ihrem Fahrzeug steigern können: 84 Prozent der Befragten glauben, dass der Abstandsregler die Zufriedenheit der Fahrer erhöht, dicht gefolgt vom Parkassistenten (79 Prozent) und dem Spurwechselassistenten (74 Prozent).

Diagramm: Einschätzung des Einflusses der verschiedenen FAS auf die Zufriedenheit der Fahrer
Diagramm: Einschätzung des Einflusses der verschiedenen FAS auf die Zufriedenheit der Fahrer

* Die Umfrage in Kooperation mit Firmenauto lief von Januar bis April 2016, insgesamt 119 Personen, die in die Kaufentscheidung für neue Flottenfahrzeuge involviert sind, haben teilgenommen.


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Welchen Wert hat ein Leben? – Fast jeder zweite Verkehrsunfall wäre mit Notbremsassistenten vermeidbar

Wie viel Wert hat das eigene Leben? – Wahrscheinlich würde jeder diese Frage mit „unbezahlbar“ beantworten. Umso wichtiger ist es, das eigene Leben mit einem sicheren Auto zu schützen. Doch wer ein neues Auto kauft, hat nur ein begrenztes Budget zur Verfügung. Die Sicherheitsausstattung konkurriert mit der Sitzheizung oder der Metalliclackierung. Bislang sind nur etwa 15 Prozent der Neuwagenkäufer bereit, Geld für sicherheitsrelevante Fahrerassistenzsysteme (FAS) auszugeben, wenn diese zu den Sonderausstattungen gehören. Dabei könnte mit deren Hilfe fast jeder zweite Verkehrsunfall vermieden werden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner unter Neuwagenkäufern.

Fahrerassistenzsysteme sind günstiger als man denkt

Sandra Demuth vom DVR rät, sich vor dem Autokauf über die Verfügbarkeit verschiedener Fahrerassistenzsysteme zu informieren: „Behalten Sie bei der Konfiguration Ihres Wunschfahrzeugs die Sicherheitsaspekte im Blick. Sie werden sich wundern, wie günstig eine Kombination aus verschiedenen aktiven Fahrerassistenzsystemen im Vergleich zu weiterer Sonderausstattung, beispielsweise Alurädern, ist.“

Fahrerassistenzsysteme, die aktiv schützen

Das Fahrerassistenzsystem mit dem höchsten Unfallvermeidungspotenzial ist der Notbremsassistent. Laut Unfallforschung der Versicherer (UDV) können durch einen Notbremsassistenten, der bewegte und stehende zweispurige Fahrzeuge sowie Fußgänger und Radfahrer erkennt, über 43 Prozent der Pkw-Unfälle vermieden werden.
Abstandsregler passen die Geschwindigkeit durch selbsttätiges Gaswegnehmen, Bremsen oder Beschleunigen an die wechselnden Verkehrsbedingungen an, damit es gar nicht erst zu brenzligen Situationen kommt.
Der Spurwechselassistent reduziert das Unfallrisiko mit Autos auf der Nachbarspur – beim Spurwechsel hat er den toten Winkel im Blick und warnt den Fahrer aktiv.
Der Müdigkeitswarner empfiehlt rechtzeitig Pausen, so dass dem Sekundenschlaf vorgebeugt wird.
Auch der Spurhalteassistent unterstützt den Fahrer aktiv und sorgt dafür, dass das Auto auch bei langen Fahrten auf Autobahnen oder Landstraßen in der Spur bleibt.
In der Dunkelheit läuft man schnell Gefahr, Hindernisse zu übersehen. Der Nachtsichtassistent überwacht die Straße mit einer Infrarot-Kamera und warnt vor Gefahren.

Welche Systeme für das Wunschfahrzeug verfügbar sind, können Kaufinteressenten schnell über die Datenbank auf www.bester-beifahrer.de herausfinden und diese im Autohaus aktiv nachfragen – denn jedes Leben ist unbezahlbar.


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Nutzungshäufigkeit Fahrerassistenzsysteme, Ergebnisse einer Umfrage der Kampagne „bester beifahrer“ unter Neuwagenkäufern, August 2015
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