Parkassistenten ab 2020 im Euro NCAP Test

Euro NCAP hat ein objektives Bewertungsschema mit fünf Sternen konzipiert, das Autokäufern auf einen Blick zeigt, wie sicher das Fahrzeug ist.
Die Bewertungen erfolgen durch unterschiedliche Tests, die von Euro NCPA erarbeitet wurden. Ab 2020 ist der Parkassistent Bestandteil dieser Tests und wird damit ein Kriterium für die Bewertung des Euro NCPA. Bewertet wird im Test die Erkennung von Fußgängern beim Rückwärtsfahren – damit trägt Euro NCAP der Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen Rechnung und bezieht diese stärker in die Bewertung ein.

Allzeit bereit: Notbremsassistent, Abstandsregler & Co. Wie senken Fahrerassistenzsysteme das Unfallrisiko?

Welche Assistenzsysteme sind individuell sinnvoll? Wie nutze ich sie richtig? Was unterscheidet passive von aktiven Systemen? Und wo liegen die Grenzen der digitalen Helfer im Auto? Antworten gibt es am Lesertelefon der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) und seiner Partner: Donnerstag, 08. November 2018, 10:00 – 15:00 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer: 0800 – 0 60 4000.

Es geht alles blitzschnell: Im Stadtverkehr zieht ein Auto von links in die Lücke vor Ihnen und muss sofort stark bremsen. Noch bevor Sie selbst realisieren, was passiert, hat der Notbremsassistent Ihres Autos die Situation erkannt. Er warnt vor der drohenden Kollision und unterstützt Sie beim Bremsen mit mehr Bremskraft. Falls Sie nicht reagieren, bremst er sogar selbsttätig – und Sie können aufatmen. Britische Autoversicherer stellten unlängst fest, dass es für einen Mittelklassewagen 45 Prozent weniger Personenschadensmeldungen gab als für vergleichbare Modelle . Der Grund: Die Fahrzeuge verfügen über einen City-Notbremsassistenten. Mittlerweile überwacht eine ganze Mannschaft digitaler Beifahrer die Fahrsicherheit – von der einfachen Einparkhilfe bis zur Rundumüberwachung beim Abstandsregler oder Spurwechselassistenten. Doch welche Assistenzsysteme sind individuell sinnvoll? Wie nutze ich sie richtig? Was unterscheidet passive von aktiven Systemen? Und wo liegen die Grenzen der digitalen Helfer im Auto? Antworten gibt es am Lesertelefon der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) und seiner Partner.

Donnerstag, 08. November 2018
10:00 – 15:00 Uhr

Kostenfreie Rufnummer:
0800 – 0 60 4000

Parken, Überholen, Bremsen – für jede Situation den passenden Assistenten

Mit dem ABS – dem Antiblockiersystem – begann Ende der 1970er Jahre die Ära der Fahrerassistenzsysteme. Heute verlässt kaum noch ein Neuwagen das Werk ohne Einparkhilfe, Tempomat, Notbremsassistent, Berganfahrhilfe oder Traktionskontrolle. So unterschiedlich die Systeme auch sein mögen, sie verfolgen alle ein und dasselbe Ziel: das Unfallrisiko „Menschliches Versagen“ möglichst auszuschalten oder zu minimieren. Über 90 Prozent der Verkehrsunfälle sind nach Meinung vieler Experten auf Fehler der Fahrerinnen und Fahrer zurückzuführen. Die Assistenzsysteme verhindern viele Fahrfehler und ihre Folgen, indem sie den Fahrer entlasten und unterstützen oder indem sie aktiv zum Beispiel eine Bremsung einleiten oder die Spur korrigieren. Wie hoch das Potenzial der Systeme für die Verkehrssicherheit ist, zeigen Untersuchungen von Unfallforschern: Die Zahl der schweren Unfälle ließe sich um die Hälfte senken, die der Unfälle beim Spurwechsel um ein Viertel und Auffahrunfälle ließen sich um 43 Prozent reduzieren.

Welcher Assistent für welchen Zweck?

Während die meisten Autofahrer mit Begriffen wie ABS, ESP und Traktionskontrolle noch etwas anfangen können, klingen die Namen neuer Assistenzsysteme in den Prospekten der Autohersteller fast wie Science fiction. Wer weiß schon, was sich hinter Active Distance Support verbirgt? Was könnte eine Adaptive Hell-Dunkel-Grenze sein? Und welchen Nutzen hat eine Rain Brake Control? Die lange Liste der digitalen Helfer lässt manchen Autokäufer ratlos zurück. Dabei sollte vor einem Neuwagenkauf die Frage nach den Nutzungsgewohnheiten im Vordergrund stehen. Wer zum Beispiel häufiger auf der Autobahn unterwegs ist, profitiert von anderen Assistenzsystemen als Berufspendler im Stop and Go-Verkehr in der Innenstadt. Der Grund liegt auf der Hand: Auf der Autobahn geht es eher um sichere Spurwechsel oder das Einhalten von Geschwindigkeitsbegrenzungen. Dabei helfen Spurhalte- und Spurwechselassistenten oder eine automatische Verkehrszeichenerkennung. In der Stadt hingegen stehen Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Einparken, Abstand halten und Bremsen im Vordergrund.

Aktive Helfer oder aufmerksame Beobachter?

Die zunehmende Anzahl der Assistenzsysteme und die Entlastung, die sie dem Fahrer bieten, kann manche Fahrer dazu verleiten, sich zu sehr auf die digitalen Helfer zu verlassen. Möglicherweise spielt in diesem Zusammenhang auch die Diskussion um das automatisierte Fahren eine Rolle, doch Tatsache ist: Die Verantwortung für ein sicheres Fahrverhalten liegt einzig und allein beim Fahrer selbst. So wird der Spurhalteassistent beispielsweise häufig als Autopilot missverstanden. Doch auch er warnt nur beim Verlassen der Fahrspur und kann je nach Ausstattung des Systems korrigieren, doch er nimmt dem Fahrer nicht „das Lenkrad aus der Hand“, damit der sich anderen Dingen zuwenden kann. Die Assistenzsysteme können nur unterstützen: Ein Tempomat oder ein Abstandsregler hält die Geschwindigkeit selbstständig oder passt sie aktiv an – der Fahrer wird dadurch entlastet. Spurhalte- oder Spurwechselassistent überwachen das Umfeld des Fahrzeugs und warnen den Fahrer vor kritischen Situationen.

Expertentipps für den Durchblick bei digitalen Helfern im Auto

Welche Fahrerassistenzsysteme sind für mein Fahr- und Nutzungsverhalten die richtigen? Was muss ich bei den einzelnen Systemen beachten? Wie unterstützen Assistenzsysteme, wenn man abgelenkt wird? Oder sorgen die Systeme selbst für Ablenkung und Überforderung? Wie kann ich „testen“, wie sich ein Assistenzsystem verhält, damit ich darauf vorbereitet bin?

Antworten gibt es bei den Experten der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) und seiner Partner am Lesertelefon.

Die Experten:

  • Gerrit Reichel; Pressesprecher beim ACV – Automobil-Club Verkehr
  • Walter Niewöhner; Unfallforscher bei der DEKRA Automobil GmbH
  • Dr. Stefan Benz; Senior Expert für automobile Sicherheitssysteme, Fahrerassistenzsysteme und für Automatisiertes Fahren, Robert Bosch GmbH
  • Dipl.-Oec. Welf Stankowitz; Referatsleiter Fahrzeugtechnik beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR)

Lichtsysteme und Notbremsassistent sind für ältere Autofahrer von besonderem Nutzen

Mit fortschreitendem Alter können gesundheitsbedingte Einschränkungen die Fahrfitness beeinträchtigen. Um Klarheit über den eigenen Gesundheitszustand zu erhalten und auch gegensteuern zu können, ist ein regelmäßiger freiwilliger Gesundheitscheck beim Hausarzt sinnvoll. Moderne Fahrerassistenzsysteme (FAS) können bei Fahraufgaben unterstützen und tragen dazu bei, die individuelle Mobilität nicht nur älterer Menschen sicherer zu gestalten. Die „Aktion Schulterblick“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) hilft bei der Orientierung: Besonders empfehlenswert sind der Lichtassistent und der Notbremsassistent.

Regelmäßige Augenuntersuchungen helfen Krankheiten auszuschließen

Viele ältere Autofahrer fühlen sich im Dunkeln unsicher. Die Pupille verliert im Laufe der Jahre zunehmend ihre Fähigkeit, sich weit zu öffnen. Dadurch fällt weniger Licht auf die Netzhaut. Außerdem ist das Augeninnere nicht mehr so klar und durchsichtig wie in jungen Jahren, Einlagerungen in Linse und Glaskörper streuen das Licht, dies führt zu einer größeren Blendwirkung. Deshalb ist eine regelmäßige Augenuntersuchung wichtig, um Krankheiten auszuschließen. Zudem ist besseres Licht hilfreich. Dabei sind die unterschiedlichen Funktionen der Lichtassistenten von hohem Nutzen: Das „Kurven- und Abbiegelicht“ schwenkt das Abblendlicht je nach Kurvenradius und bietet somit eine optimale Kurvenausleuchtung.

Fernlichtassistenzsysteme unterstützen beim Fahren im Dunkeln

Beim „adaptiven Fernlichtassistenten“ wird automatisch zwischen Fernlicht und Abblendlicht umgeschaltet. Das Abblendlicht passt sich dabei in seiner Leuchtweite dem entgegenkommenden Verkehr an. Noch besser ist das „blendfreie Fernlicht“. Das Fahrzeug leuchtet ständig mit Fernlicht. Die Scheinwerfer nehmen jedoch blendungsgefährdete Verkehrsteilnehmer aus der Fernlichtverteilung automatisch aus. Es entsteht ein abgedunkelter „Lichttunnel“, der dem erkannten Fahrzeug dynamisch folgt und in der Ausdehnung variabel ist.

Die 10 wichtigsten Fahrerassistenzsysteme

Im Rahmen der Trend-Tacho-Studie der Fachzeitschrift kfz-Betrieb und der Sachverständigenorganisation KÜS, wurden Autofahrende befragt, welche Fahrerassistenzsysteme für sie am wichtigsten sind.
83% der Autofahrenden waren sich einig: Der Notbrems-Assistent ist das wichtigste System.
Auf dem zweiten Platz mit 79% steht der Spurwechsel– bzw. Toter-Winkel-Assistent.

Die Studie offenbart neben der Relevanz der beliebtesten Systeme aber auch einen großen Informationsbedarf. So gaben 41% der Befragten an, die Verkehrsschilderkennung nicht zu kennen. 32% der Befragten, haben bisher noch nichts vom Nachtsichtassistenten gehört.

Foto: de.fotolia.com | bluedesign

Schützende Autos sind keine Zukunftsmusik

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DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf informiert Autofahrende in einem kurzen Videoclip der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) über die Vorteile von Fahrerassistenzsystemen: Während autonomes Fahren in aller Munde, aber noch Zukunftsmusik, ist, retten Fahrerassistenzsysteme schon heute Leben, indem sie Unfälle vermeiden oder deren Folgen mildern. So wird der Straßenverkehr beispielsweise durch Abstandsregler, die Auffahrunfälle vermeiden, und Notbremsassistenten, die im Ernstfall dafür sorgen, dass das Fahrzeug schnellstmöglich abgebremst wird, sicherer.

Bei Unfall Notruf

Es ist Nacht, die Landstraße menschenleer. Kaum ein Auto kommt hier zu dieser Uhrzeit vorbei. Sie sind allein unterwegs. Ein Wildschwein läuft auf die Straße, Sie verlieren die Kontrolle über Ihr Fahrzeug und prallen gegen einen Baum. Sie sind bewusstlos.

Wer holt jetzt Hilfe?

„eCall“ heißt der moderne Helfer, der seit April 2018 Pflicht in allen Neufahrzeugen ist: Bei einem Unfall löst der eCall automatisch einen Notruf an die 112, die einheitliche europäische Notrufnummer, aus. Die nächstgelegene Notrufzentrale erhält Basisinformationen, insbesondere, wann und wo ein Fahrzeug in einen Unfall verwickelt war. Eine Sprachverbindung wird aufgebaut, so der Fahrer oder andere Fahrzeuginsassen weitere Informationen geben können, sofern sie dazu in der Lage sind.

Übrigens: Mobilfunkbetreiber leiten die kostenfreien eCall-Anrufe vorrangig weiter.

Damit ist der eCall ein wichtiges Hilfsmittel, um Unfallfolgen abzumildern. Schließlich zählt nach einem Unfall jede Minute bis Hilfe da ist. Durch eCall sollen Rettungskräfte schneller am Unfallort sein.

Verbreitung von Fahrerassistenzsystemen nimmt zu

Fahrerassistenzsysteme (FAS) sind bei immer mehr Neuwagen an Bord: Bosch hat eine Auswertung auf Basis der Neuzulassungsstatistik 2016 durchgeführt und kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Der Parkassistent und der Notbremsassistent sind die beliebtesten Fahrerassistenzsysteme
  • Größtenteils gehören Parkassistenten heute zur Serienausstattung
  • Jeder dritte 2016 neuzugelassene Pkw in Deutschland verfügt über einen Notbremsassistenten
  • Spurhalteassistenten und Spurwechselassistenten werden immer beliebter

Laut Bosch legen Autokäuferinnen und Autokäufer in Deutschland und Europa immer mehr Wert auf Fahrerassistenzsyteme, wobei auf den ersten Plätzen der Parkassistent, der Notbremsassistent, der Müdigkeitwarner und Spurassistenzsysteme rangieren:
62 Prozent aller neu zugelassenen Pkw waren 2016 mit einer Parkhilfe ausgestattet, wobei Bosch hierzu sowohl automatische Parkassistenten als auch einfache Parkpiepser zählte.
Mit 38 Prozent verfügte 2016 über ein Drittel aller Neuwagen über einen Notbremsassistenten, der das Fahrzeug in Notsituationen bis zum Stillstand abbremst und so Unfälle verhindert oder Unfallfolgen abmildert.
Der Müdigkeitswarner war 2016 in 37 Prozent aller neu zugelassenen Pkw installiert.
Spurhalte-
und Spurwechselassistenten sind nun in 19 Prozent aller Neuwagen vertreten, das ist doppelt so häufig wie noch 2015.

Einen detaillierten Blick auf die Zahlen ermöglichen die Infografiken:

Fahrerassistenzsysteme in neuen Pkw in Deutschland 2016:

Fahrerassistenzsysteme in neuen Pkw in Deutschland (Quelle: BOSCH)

 

 

 

 

 

 

Serienanteil ausgewählter Fahrerassistenzsysteme in neuen Pkw 2016:

Die Zahl der Verkehrstoten sinkt weiter – doch die Zahl der Unfälle steigt

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die vorläufige Zahl der Verkehrstoten für das Jahr 2017 bekanntgegeben. Demnach starben im Zeitraum Januar bis Dezember 2017 auf deutschen Straßen 3177 Menschen bei Verkehrsunfällen. Damit sind die Zahlen auf dem tiefsten Stand seit dem Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren. Dem gegenüber stehen aber die von der Polizei aufgenommenen Autounfälle, die auf 2,6 Millionen (+2%) anstiegen und damit einen neuen Höchststand markieren.

Notbremsassistenten können Leben retten

900 Fußgänger und Radfahrer verunglücken jedes Jahr tödlich in Deutschland.

Die ADAC Unfallforschung geht davon aus, dass sich diese Zahl mit wirksamen Notbremsassistenten um bis zu einem Drittel senken ließe.

Aktuelle Ergebnisse aus dem Euro NCAP-Verfahren zeigen, dass der serienmäßig verbaute Fußgänger-Notbremsassistent im VW Polo wirksam ist: Das Testverfahren prüft das Bremsverhalten mit Ausgangsgeschwindigkeiten von 20 bis 60 km/h.
In 32 von 36 Testdurchläufen mit dem VW Polo konnte ein Unfall verhindert oder deutlich abgemildert werden. Der ADAC sieht diese Ergebnisse als Bestätigung seiner Haltung gegenüber Fahrerassistenzsystemen: „Das Erkennen von ungeschützten Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern und Radfahrern gehört zu den wichtigsten Assistenzsystemen in modernen Auto.

Bei breitem Einsatz könnte schon bald ein ähnlich positiver Effekt auf die Verkehrssicherheit wie beim ESP erzielt werden“, betont ADAC Vizepräsident für Technik Thomas Burkhardt

EU-Parlament fordert den verpflichtenden Einbau von Fahrerassistenzsystemen für Pkw

Auf Europas Straßen sterben jährlich etwa 25.500 Menschen. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit hat das EU-Parlament am 14. November 2017 mit einer überragenden Mehrheit den Initiativbericht „Rettung von Menschenleben – Mehr Fahrzeugsicherheit in der EU“ angenommen. Er wurde vom Europaabgeordneten Dr. Dieter-L. Koch eingebracht. Darin wird gefordert, dass bestimmte Fahrerassistenzsysteme (FAS) verpflichtend verbaut werden.

Bei 92 % aller Unfälle ist menschliches Fehlverhalten ein Einflussfaktor und bei 72 % sogar die Hauptursache. (1) Diese Zahlen verdeutlichen, warum Fahrerassistenzsysteme, die den Fahrer auf mögliche Hindernisse oder Gefahren aufmerksam machen und unter Umständen sogar in Gefahrensituationen eingreifen können, so bedeutsam für die Verkehrssicherheit sind. Besonders schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger können durch Systeme wie den Notbremsassistenten besser geschützt werden. Daher ist der automatische Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung eines der Systeme, die das Europaparlament zur Pflicht machen möchte.
Alle im Initiativbericht geforderten Fahrerassistenzsysteme haben gemein, dass sie einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit leisten, der Nutzen die Kosten übersteigt und sie bereits marktreif sind. Ein weiteres Beispiel ist der Spurhalteassistent.

Wichtiger Schritt zur Verpflichtung von FAS für alle EU-Neufahrzeuge

Mit der Annahme des Initiativberichts des Europaabgeordneten Dr. Dieter L. Koch hat das EU-Parlament ein Zeichen gesetzt und die Verpflichtung von Fahrerassistenzsystemen für Pkw in den Fokus gerückt. Die Überarbeitung der Verordnung zur allgemeinen Fahrzeugsicherheit wird voraussichtlich im ersten Quartal 2018 durchgeführt. Dann liegt es an der EU-Kommission, ob die Vorschläge von Dr. Koch tatsächlich in die aktualisierte Verordnung einfließen werden.

(1) Europäisches Parlament: Rettung von Menschenleben: Mehr Fahrzeugsicherheit in der EU, Entschließung des Europäischen Parlaments vom 14. November 2017 zu dem Thema „Rettung von Menschenleben: Mehr Fahrzeugsicherheit in der EU“ (2017/2085(INI))

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