Autofahrer in Deutschland setzen auf Sicherheit

Im Vergleich zu 2015 setzen heute doppelt so viele Neuwagenkäufer auf Fahrerassistenzsysteme

Immer mehr Autokäufer in Deutschland erwerben nach eigener Angabe Fahrzeuge mit ausgewählten Fahrerassistenzsystemen (FAS). Seit 2015 hat sich die Anzahl der Käufer von Fahrzeugen mit ausgewählten FAS sogar verdoppelt – das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Kampagne „bester beifahrer“* des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner.

Im Vergleich zu 2015 setzen heute doppelt so viele Neuwagenkäufer auf Fahrerassistenzsysteme

Immer mehr Autokäufer in Deutschland erwerben nach eigener Angabe Fahrzeuge mit ausgewählten Fahrerassistenzsystemen (FAS). Seit 2015 hat sich die Anzahl der Käufer von Fahrzeugen mit ausgewählten FAS sogar verdoppelt – das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Kampagne „bester beifahrer“* des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner. Haben 2015 nur 40 Prozent aller Befragten ein Fahrzeug mit mindestens einem der ausgewählten FAS gekauft, liegt der Anteil 2020 bei 80 Prozent.

Der Großteil der Befragten setzt auf mehrere FAS

80 Prozent der Befragten gaben 2020 an, dass ihr kürzlich erworbenes Fahrzeug über mindestens eines der ausgewählten FAS verfügt. Die sicherheitsrelevanten Systeme sind damit in der Realität der Autofahrer angekommen. Die meisten Befragten (68 Prozent) verfügen sogar über zwei oder mehr dieser Assistenten.

Abbildung: Auszug aus den Umfrageergebnissen der Kampagne „bester beifahrer“ unter 1.000 Neuwagenkäufer/innen im August 2015 und März 2020; n (Gesamt) = 1.000
Abbildung: Umfang der Ausstattung: 1-8 der ausgewählten FAS im Fahrzeug in Prozent; Auszug aus den Umfrageergebnissen der Kampagne „bester beifahrer“ unter 1.000 Neuwagenkäufer/innen im März 2020; n (Gesamt) = 1.000

Hohe Akzeptanz für FAS

Rund drei Viertel der Autofahrer, deren Fahrzeuge mit einem der ausgewählten FAS ausgestattet sind, geben an, diese konsequent zu nutzen. Bis zu 36 Prozent der Autofahrer deaktivieren einzelne Systeme jedoch gelegentlich oder schalten sie sogar dauerhaft aus bzw. machen keinen Gebrauch davon. Während der stetig informierende Verkehrszeichenassistent und der Notbremsassistent, der Unfälle verhindern bzw. deren Folgen deutlich vermindern kann, von 86 bzw. 85 Prozent der Befragten dauerhaft aktiviert bleiben, werden andere Systeme teilweise häufiger ausgeschaltet. 27 Prozent deaktivieren den Parkassistenten (18 Prozent gelegentlich, 9 Prozent sogar dauerhaft) und 31 Prozent den Spurhalteassistenten (24 Prozent gelegentlich, 7 Prozent dauerhaft). Als Gründe für das Ausschalten von Fahrerassistenzsystemen gaben sie störende Warnsignale oder das Empfinden, dass einzelne Systeme zu schnell oder auch zu langsam reagieren sowie Widerstände gegenüber FAS, an. Peter Rücker, Leiter der DEKRA Unfallforschung, appelliert: „Niemand sollte auf den Schutz durch seine Fahrerassistenzsysteme verzichten. Die immer stärkere Verbreitung verschiedenster Fahrerassistenzsysteme in aktuellen Fahrzeugen hilft nur dann, wenn alle, die sie nutzen können, es tun. Damit schützen sie sich und andere. Sie vermeiden Unfälle, mildern Unfallfolgen ab und retten im Extremfall Leben. Selbst wenn ein Unfall unvermeidbar ist: Es macht für die Beteiligten und ihre Familien einen großen Unterschied, ob sie dank FAS-Unterstützung mit leichten Prellungen davonkommen oder mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden“. Peter Schuler, Hauptgeschäftsführer der Kfz-Überwachungsorganisation KÜS, ergänzt: „Wir empfehlen immer dann, wenn man auf ein neues Auto umsteigt, sich intensiv mit diesem vertraut zu machen und auch die Systeme, deren Handhabung und Funktionsweise kennenzulernen. Denn jedes Auto reagiert anders. Bei diesen Tests sollte man sich natürlich nicht in Gefahrensituationen begeben und die einzelnen Systeme so richtig prüfen, aber viele kann man aktivieren und auf die eigenen Bedürfnisse einstellen: Auf einer Strecke kann der Abstandsregler im Mittelpunkt stehen und die Einstellungen können so angepasst werden, dass sie zum eigenen Fahrverhalten passen. So drosselt das Fahrzeug für das eigene Fahrgefühl weder zu früh, noch zu spät die Geschwindigkeit. Auf einer weiteren Strecke kann man sich mit der Lenkradführung des Spurhalteassistenten vertraut machen und genauer auf den Spurwechselassistenten achten: Wann warnt das System? Wie verhalte ich mich? Wenn man so nach und nach die Systeme angewendet hat, verunsichern zusätzliche Lampen und Töne während der Fahrt nicht, sondern sind wertvolle Helfer, die man nicht mehr missen möchte“.

Abbildung: Auszug aus den Umfrageergebnissen der Kampagne „bester beifahrer“ unter 1.000 Neuwagenkäufer/innen im März 2020; n (Gesamt) = 244-614

Wie stark nutzen Sie die folgenden Fahrerassistenzsysteme?
(Filter: FAS vorhanden)

Abbildung: Auszug aus den Umfrageergebnissen der Kampagne „bester beifahrer“ unter 1.000 Neuwagenkäufer/innen im März 2020; n (Gesamt) = 244-614

* Ende 2015 und Anfang 2020 haben der DVR und seine Partner im Rahmen der Kampagne „bester beifahrer“ jeweils 1.000 Neuwagenkäufer rund um Fahrerassistenzsysteme und deren Nutzung befragt. Teilgenommen haben Männer und Frauen ab 18 Jahren, die innerhalb der letzten drei Jahre einen Neuwagen oder ein Auto mit Tageszulassung gekauft haben und an der Kaufentscheidung maßgeblich beteiligt waren. Die Verfügbarkeit folgender FAS wurde abgefragt: Notbremsassistent, Abstandsregler, Spurhalteassistent, Spurwechselassistent, Parkassistent, Verkehrszeichenassistent und Müdigkeitswarner. 2020 wurde zusätzlich die Verfügbarkeit des Autobahnassistenten abgefragt.

 


Verfügbare Downloads:

Pressemeldung zur Umfrage unter Autokäufern 2020: „Autofahrer setzen auf Sicherheit“, *.docx (356 kb)

Pressemeldung zur Umfrage unter Autokäufern 2020: „Autofahrer setzen auf Sicherheit“, *.pdf (296 kb)

Haben 2015 nur 40 Prozent aller Befragten ein Fahrzeug mit mindestens einem der ausgewählten FAS gekauft, liegt der Anteil 2020 bei 80 Prozent. – Auszug aus den Umfrageergebnissen der Kampagne „bester beifahrer“ unter 1.000 Neuwagenkäufer/innen im August 2015 und März 2020; n (Gesamt) = 1.000
80 Prozent der Befragten verfügen über mindestens 1 Fahrerassistenzsystem in ihrem neuen Fahrzeug – Umfang der Ausstattung: 1-8 der ausgewählten FAS im Fahrzeug in Prozent; Auszug aus den Umfrageergebnissen der Kampagne „bester beifahrer“ unter 1.000 Neuwagenkäufer/innen im März 2020; n (Gesamt) = 1.000
Rund drei Viertel der Befragten nutzen die vorhandenen Fahrerassistenzsysteme dauerhaft. – Auszug aus den Umfrageergebnissen der Kampagne „bester beifahrer“ unter 1.000 Neuwagenkäufer/innen im März 2020; n (Gesamt) = 244-614
Wie stark nutzen Autofahrer vorhandene Fahrerassistenzsyteme? – Auszug aus den Umfrageergebnissen der Kampagne „bester beifahrer“ unter 1.000 Neuwagenkäufer/innen im März 2020; n (Gesamt) = 244-614

80% der Autofahrer erkennen einen Nutzen von Fahrerassistenzsystemen

Der aktuelle Trend-Tacho der KÜS beinhaltet erfreuliche Erkenntnisse zur Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen. Noch immer sieht der überwiegende Teil der Befragten Fahrerassistenzsysteme als eher unwichtig an. Aber, so die Umfrage, rund 80 % erkennen einen Nutzen für die Steigerung von Komfort und Fahrsicherheit.
Erfreulich ist dabei, dass der extrem sicherheitsrelevante Notbremsassistenz mit 36 % Zustimmung auf Platz 1 liegt, gefolgt von Einparksensoren (34 %) und Spurwinkel-/Toter-Winkel-Assistent (34 %). Die Zahlen zeigen die wachsende Akzeptanz von Fahrerassistenzsysteme, sind aber dennoch alarmierend: Systeme wie der Notbremsassistent können Leben retten und sollten daher in jedem Fahrzeug vorhanden sein. Erschreckende 15 % der Befragten sehen in den Assistenzsystemen eine Spaßbremse beim Autofahren. „Es zeigt sich, dass die Fahrassistenzsysteme im Fahrzeug sehr wohlbekannt sind, aber noch zögerlich genutzt werden. Eine konkrete, sachliche Aufklärung ist hier wichtig – weniger am Spektakel als an der konkreten Funktion orientiert“, so Peter Schuler, der Bundesgeschäftsführer der KÜS.

Der Trend-Tacho wird für die Prüforganisation KÜS und das Fachmagazin kfz-betrieb vom Kölner Institut BBE Automotive GmbH erstellt. Es handelt sich um eine Mixed-Mode-Befragung, telefonisch (CATI) von 300 Personen und online (CAWI) von 700 Personen. Zielpersonen sind Pkw-Fahrer, die im Haushalt für Fragen rund um das Auto mitverantwortlich sind. Die Befragung wurde im Juni 2019 durchgeführt. Die Gewichtung der Befragungsergebnisse erfolgt mit den KBA-Daten (Bestandsanteile Pkw-Marken, Alterssegmente).

Auf den Geschmack gekommen

Fahrerassistenzsysteme überzeugen in der Praxis

Autofahrer, die täglich die Unterstützung von Fahrerassistenzsystemen (FAS) erfahren, sind auch für andere FAS offen. Wer hingegen keine oder nur wenig Erfahrung mit FAS hat, ist eher skeptisch. Das kristallisiert sich heraus, wenn man die Ergebnisse der Umfrage* der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner unter Neuwagenkäufern genauer betrachtet. Einige Nicht-Nutzer befürchten eine Bevormundung durch FAS, andere befürchten, dass FAS vom Fahren ablenken. Wer dagegen bereits mehrere FAS nutzt, lernt die Vorteile der besten Beifahrer zu schätzen und bewertet diese als sehr hilfreich. Solche Fahrer sind tendenziell häufiger auf Landstraßen und Autobahnen unterwegs als Nicht-Nutzer – ein Indiz für die bedarfsgetriebene Anschaffung von FAS, denn die Befragten stufen Staus auf der Autobahn als unangenehmste Fahrsituationen ein.

Ute Hammer, Geschäftsführerin des DVR, appelliert: „Die Ergebnisse unserer Umfrage verdeutlichen, dass Autofahrer die Vorteile von Fahrerassistenzsystemen oft erst dann erkennen, wenn sie sie im wahrsten Sinne des Wortes selber erfahren. Fahrerassistenzsysteme haben das Potenzial, zahlreiche Unfälle zu vermeiden oder die Unfallfolgen wenigstens abzuschwächen. Daher ist es für die Verbreitung dieser Systeme hilfreich, dass Autofahrer in möglichst vielen Situationen mit Fahrerassistenz-systemen positive Erfahrungen machen können – ob bei der Fahrt mit einem Mietwagen, der Probefahrt im Autohaus oder im Firmenwagen.“

* Ende 2015 haben der DVR und seine Partner im Rahmen der Kampagne 1.000 Neuwagenkäufer rund um Fahrerassistenzsysteme und deren Nutzung befragt. Teilgenommen haben Männer und Frauen ab 18 Jahren, die innerhalb der letzten drei Jahre einen Neuwagen oder ein Auto mit Tageszulassung gekauft haben und an der Kaufentscheidung maßgeblich beteiligt waren.

 


Verfügbare Downloads:

Pressemeldung „Auf den Geschmack gekommen: Fahrerassistenzsysteme überzeugen in der Praxis“ *.doc (367 kb)

Pressemeldung „Auf den Geschmack gekommen: Fahrerassistenzsysteme überzeugen in der Praxis“ *.pdf (133 kb)

Diagramm: Attraktivität der Fahrerassistenzsysteme nach Fahrertypen – jpg-Download, 300 dpi

 

 

Diagramm: Häufigkeit der Fahrstrecken nach Fahrertypen – jpg-Download, 300 dpi

Flottenmanager sehen Sicherheitspotenzial durch Fahrerassistenzsysteme – nutzen es aber noch nicht vollständig aus

Fahrerassistenzsysteme (FAS) sind in den meisten Fahrzeugflotten angekommen. Die befragten Flottenmanager sprechen den FAS eine hohe Sicherheitswirkung zu. Dennoch sind sie noch kein durchgehender Standard. Das ist nur eines der Ergebnisse einer Umfrage* der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner. Der Notbremsassistent ist in 80 Prozent der untersuchten Flotten mindestens einmal vertreten. Der Spurhalte- und Spurwechselassistent in 70 Prozent.

Die Befragten glauben, dass Fahrerassistenzsysteme die Sicherheit erhöhen

Die Mehrheit der Befragten schätzen den Einfluss von FAS auf die Sicherheit als sehr hoch ein. Der höchste Sicherheitsgewinn wird dem Notbremsassistenten zugesprochen, auf Platz zwei und drei folgen der Spurwechselassistent und der Abstandsregler.

Welchen Wert hat ein Leben? – Fast jeder zweite Verkehrsunfall wäre mit Notbremsassistenten vermeidbar

Wie viel Wert hat das eigene Leben? – Wahrscheinlich würde jeder diese Frage mit „unbezahlbar“ beantworten. Umso wichtiger ist es, das eigene Leben mit einem sicheren Auto zu schützen. Doch wer ein neues Auto kauft, hat nur ein begrenztes Budget zur Verfügung. Die Sicherheitsausstattung konkurriert mit der Sitzheizung oder der Metalliclackierung. Bislang sind nur etwa 15 Prozent der Neuwagenkäufer bereit, Geld für sicherheitsrelevante Fahrerassistenzsysteme (FAS) auszugeben, wenn diese zu den Sonderausstattungen gehören. Dabei könnte mit deren Hilfe fast jeder zweite Verkehrsunfall vermieden werden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Kampagne „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner unter Neuwagenkäufern.

Fahrerassistenzsysteme sind günstiger als man denkt

Sandra Demuth vom DVR rät, sich vor dem Autokauf über die Verfügbarkeit verschiedener Fahrerassistenzsysteme zu informieren: „Behalten Sie bei der Konfiguration Ihres Wunschfahrzeugs die Sicherheitsaspekte im Blick. Sie werden sich wundern, wie günstig eine Kombination aus verschiedenen aktiven Fahrerassistenzsystemen im Vergleich zu weiterer Sonderausstattung, beispielsweise Alurädern, ist.“

Fahrerassistenzsysteme, die aktiv schützen

Das Fahrerassistenzsystem mit dem höchsten Unfallvermeidungspotenzial ist der Notbremsassistent. Laut Unfallforschung der Versicherer (UDV) können durch einen Notbremsassistenten, der bewegte und stehende zweispurige Fahrzeuge sowie Fußgänger und Radfahrer erkennt, über 43 Prozent der Pkw-Unfälle vermieden werden.
Abstandsregler passen die Geschwindigkeit durch selbsttätiges Gaswegnehmen, Bremsen oder Beschleunigen an die wechselnden Verkehrsbedingungen an, damit es gar nicht erst zu brenzligen Situationen kommt.
Der Spurwechselassistent reduziert das Unfallrisiko mit Autos auf der Nachbarspur – beim Spurwechsel hat er den toten Winkel im Blick und warnt den Fahrer aktiv.
Der Müdigkeitswarner empfiehlt rechtzeitig Pausen, so dass dem Sekundenschlaf vorgebeugt wird.
Auch der Spurhalteassistent unterstützt den Fahrer aktiv und sorgt dafür, dass das Auto auch bei langen Fahrten auf Autobahnen oder Landstraßen in der Spur bleibt.
In der Dunkelheit läuft man schnell Gefahr, Hindernisse zu übersehen. Der Nachtsichtassistent überwacht die Straße mit einer Infrarot-Kamera und warnt vor Gefahren.

Welche Systeme für das Wunschfahrzeug verfügbar sind, können Kaufinteressenten schnell über die Datenbank auf www.bester-beifahrer.de herausfinden und diese im Autohaus aktiv nachfragen – denn jedes Leben ist unbezahlbar.


Verfügbare Downloads:

Pressemeldung „Welchen Wert hat ein Leben?“*.doc (145 kb)

Pressemeldung „Welchen Wert hat ein Leben?“*.pdf (84 kb)

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